Wesentlicher Ansatz von Waste2Value ist es, auf der Basis von Reststoffen biobasierte Produkte zu erzeugen und so den Einsatz primärer landwirtschaftlicher Rohstoffe in der Biotechnologie zu reduzieren. Eine von ZukunftsRegion Westpfalz (ZRW) und Metropolregion Rhein-Neckar (MRN) beauftragte Studie des Deutschen Biomasseforschungszentrums (DBFZ) untersuchte im vergangenen Jahr die in den beiden Regionen vorhandenen  Potenziale im Bereich Grünschnitt.

Die Studienergebnisse wurden nun im Rahmen eines Expertenworkshops vorgestellt. Auf Einladung von ZRW und MRN diskutierten Experten und Interessierte am 2. Juni 2026 in Mannheim über die höherwertige Nutzung von Grünschnitt – krautigen und verholzten Pflanzenresten aus Pflegemaßnahmen an Straßen, Schienen und kommunalen Flächen.

Im Mittelpunkt des Workshops standen die Keynote von Jan Deubig (Zentrale Abfallwirtschaft Kaiserslautern) zu Herausforderungen und strategischen Potenzialen im Umgang mit Grüngut sowie zwei Impulsvorträge: Dr. Steven Eschig (Fraunhofer-WKI) präsentierte Perspektiven für biobasierte Klebstoffe aus pflanzlichen Rohstoffen, Dr. Claudia Kirsten (DBFZ) das Projekt biogeniV zur Herstellung von Biogas und Methanol aus Grünschnittpellets. Praxisbeispiele und eine intensive Workshop-Diskussion rundeten die Veranstaltung ab.

Der Workshop zeigte: Grünschnitt bietet als Reststoff großes Potenzial für die biobasierte Wirtschaft und kann durch vielfältige Nutzungswege einen Beitrag zur Ressourcenschonung leisten. Gleichzeitig wurde allerdings auch deutlich, dass es noch ein weiter Weg zum großflächigen Einsatz der bestehenden Technologien ist.